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GPSR

GPSR für Dropshipping & Print-on-Demand

Welche GPSR-Pflichten gelten für Dropshipping und Print-on-Demand? Importeur, Hersteller oder Händler: Rollen erklärt, Plattformen verglichen, Checkliste für Shopify.

GP GPSR Pro Redaktion
18. Juni 2026 14 Min
Inhalt dieses Artikels

Die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR, Verordnung (EU) 2023/988) gilt seit dem 13. Dezember 2024. In Deutschland ergänzt sie das überarbeitete Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), das am 19. Februar 2026 in Kraft getreten ist. Was viele Dropshipping- und Print-on-Demand-Händler unterschätzen: Die Verordnung macht keinen Unterschied zwischen klassischem stationären Handel und modernen Geschäftsmodellen, bei denen du die Ware nie in den Händen hältst.

Dropshipping und Print-on-Demand funktionieren rechtlich unter der GPSR nach unterschiedlichen Regeln. Wer AliExpress-Produkte direkt an EU-Kunden verschicken lässt, steht vor anderen Pflichten als jemand, der eigene Designs auf T-Shirts drucken lässt. Und wer Plattformen wie Printful oder Printify nutzt, profitiert von teilweise bereitgestellten Compliance-Daten, trägt die finale Verantwortung aber trotzdem selbst.

Dieser Leitfaden erklärt, welche Rolle du in der GPSR-Lieferkette einimmst, welche konkreten Pflichten daraus entstehen, was einzelne Plattformen übernehmen und was du Schritt für Schritt tun musst, um compliant zu bleiben.

Welche Rolle hast du als Dropshipper oder PoD-Anbieter?

Die GPSR definiert vier Wirtschaftsakteure: Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure und Händler. Fulfillment-Dienstleister kommen in Art. 7 hinzu. Je nach Geschäftsmodell fällst du in eine andere Kategorie, und die Pflichten unterscheiden sich erheblich.

Die folgende Entscheidungsgrafik zeigt, welche Rolle auf dich zutrifft:

GPSR-Rolle bestimmen: Importeur, Hersteller oder Händler

Klassisches Dropshipping bedeutet: Du verkaufst Produkte, die ein Lieferant direkt aus einem Drittland an deine EU-Kunden verschickt. Du hältst keine Lagerware. Du bist nach GPSR fast immer Importeur — also die Person, die ein Produkt aus einem Drittland auf dem EU-Markt bereitstellt. Es spielt keine Rolle, ob du die Ware physisch siehst oder nicht.

Print-on-Demand mit eigenem Design: Du erstellst ein Design und lässt es von einem PoD-Dienst auf ein Produkt aufbringen. Du bringst das Produkt unter deinem Namen auf den Markt. Nach der GPSR gilt das als Hersteller-Tätigkeit, weil du maßgeblich an der Produktgestaltung beteiligt bist und das Produkt unter deiner Marke vertreibst.

Print-on-Demand ohne eigenes Design: Du resellst fertige Motive anderer auf PoD-Plattformen. Hier bist du Händler nach Art. 12 GPSR. Die Anforderungen sind geringer, aber nicht null.

Diese Unterscheidung ist der Dreh- und Angelpunkt aller weiteren Pflichten. Bevor du irgendetwas anderes tust, kläre deine Rolle.

Ausführliche Erklärungen zu den Rollendefinitionen findest du in den Artikeln zu GPSR für Importeure, GPSR für Hersteller und GPSR für Händler.

GPSR und klassisches Dropshipping

Das Importeur-Problem: Warum du nicht “einfach nur Händler” bist

Viele Dropshipper sehen sich selbst als reine Vermittler zwischen Lieferant und Kunde. Rechtlich greift das unter der GPSR nicht. Art. 13 GPSR definiert den Importeur als denjenigen, der ein Produkt aus einem Drittland auf dem EU-Markt bereitstellt. Diese Bereitstellung passiert, sobald du ein Produkt in deinem EU-Shop anbietest und verkaufst, auch wenn du die Ware nie anfasst.

Die Konsequenz: Du trägst die vollständige Importeur-Verantwortung, einschließlich aller vier Kernpflichten des Art. 13 GPSR:

  1. Vor dem Inverkehrbringen prüfen, ob der Hersteller seine Pflichten (Art. 10 GPSR) erfüllt hat
  2. Sicherstellen, dass alle Pflichtinformationen nach Art. 19 auf dem Produkt oder in der Produktbeschreibung vorhanden sind
  3. Technische Dokumentation und Risikobewertung beschaffen und 10 Jahre lang aufbewahren
  4. Bei erkannten Sicherheitsproblemen unverzüglich Marktüberwachungsbehörden informieren und Verkauf stoppen

Was du konkret im Produktlisting angeben musst

Art. 19 GPSR schreibt vor, welche Informationen beim Online-Angebot sichtbar sein müssen. Für Dropshipping-Produkte aus Drittländern bedeutet das konkret:

Name und Postanschrift des Herstellers: Nicht nur der Handelsname, sondern die vollständige Firmenbezeichnung mit physischer Adresse. Bei chinesischen Herstellern ist das die Adresse in China. Diese Information muss direkt im Listing erscheinen, nicht nur irgendwo im Impressum.

Kontaktdaten der verantwortlichen Person in der EU: Weil chinesische Hersteller keine EU-Niederlassung haben, musst du hier entweder einen EU-Bevollmächtigten eintragen oder selbst als verantwortliche Person auftreten, wenn du einen EU-Sitz hast.

Eindeutige Produktidentifikation: Das kann eine Modell- oder Artikelnummer sein, eine Batch-Nummer, eine Seriennummer oder ein anderes Merkmal, das das Produkt eindeutig identifiziert. QR-Codes und URLs sind ebenfalls zulässig, wenn sie auf produktspezifische Informationen verweisen.

Sicherheitswarnungen in Deutsch: Jede spezifische Warnung (Erstickungsgefahr, elektrische Spannung, Flammenpunkt, Altershinweise bei Spielzeug) muss in der Sprache des Verbrauchers angegeben werden. Generische englischsprachige Sicherheitshinweise aus AliExpress-Listings erfüllen diese Pflicht nicht.

Das AliExpress-Problem: Strukturelle Herausforderungen für Dropshipper

Die meisten AliExpress-Lieferanten haben weder eine EU-Niederlassung noch einen EU-Bevollmächtigten. Viele sind nicht in der Lage oder nicht bereit, eine vollständige technische Dokumentation nach europäischen Standards bereitzustellen.

Du hast im Wesentlichen drei Optionen:

Option 1: EU-Lieferanten wählen. Lieferanten aus Deutschland, Polen oder anderen EU-Ländern bringen ihre eigene Compliance oft bereits mit. Der Aufpreis ist in vielen Kategorien geringer als die Kosten eines EU-Bevollmächtigten.

Option 2: Professionellen EU-Bevollmächtigten beauftragen. Spezialisierte Dienstleister übernehmen die verantwortliche-Person-Funktion für Nicht-EU-Hersteller. Der Hersteller muss dem schriftlich zustimmen. Typische Richtwerte liegen zwischen 50 und 250 Euro pro Produkt und Jahr.

Option 3: Produkt aus dem Sortiment nehmen. Wenn weder Hersteller noch du die GPSR-Anforderungen erfüllen können, ist das die einzig rechtssichere Lösung.

Mehr zum EU-Bevollmächtigten und zur Auswahl des richtigen Dienstleisters erklärt unser Artikel zum EU-Bevollmächtigten nach GPSR.

Risikobewertung und Dokumentation für Dropshipping-Produkte

Eine der aufwendigsten Importeur-Pflichten ist die Risikobewertung. Bei physisch einfachen Produkten reicht eine überschaubare Dokumentation: Materialangaben, Prüfberichte des Herstellers, Konformitätserklärung falls zutreffend. Bei komplexeren Produkten wie Elektrogeräten oder Spielzeug gelten deutlich strengere Maßstäbe.

Praktischer Ansatz:

  1. Fordere vom Lieferanten alle verfügbaren Sicherheitszertifikate und Testergebnisse an.
  2. Prüfe, ob das Produkt einem harmonisierten europäischen Standard entspricht (EN-Normen).
  3. Wenn keine brauchbare Dokumentation vorhanden ist: Führe eine eigene Risikoabschätzung durch oder beauftrage einen Prüfdienstleister.
  4. Alle Dokumente datieren und 10 Jahre sicher aufbewahren.

GPSR und Print-on-Demand

Wann bist du der Hersteller?

Die entscheidende Frage im Print-on-Demand-Bereich: Wer erstellt das Design, und wessen Name steht auf dem Produkt?

Nach der GPSR gilt als Hersteller, wer ein Produkt entwirft oder herstellen lässt und es unter seinem eigenen Namen oder seiner eigenen Marke auf dem Markt bereitstellt. Konkret auf Print-on-Demand angewendet:

  • Du erstellst ein grafisches Design für ein T-Shirt.
  • Du lässt es von Printful auf einem T-Shirt aus dem Printful-Katalog aufdrucken.
  • Du verkaufst das T-Shirt in deinem Shopify-Shop unter deinem Markennamen.

In diesem Fall bist du nach GPSR der Hersteller. Die Druckerei (Printful) ist ein Auftragsfertiger, nicht der Hersteller im Rechtssinn. Die Produktverantwortung trägt derjenige, der das Produkt unter seinem Namen auf den Markt bringt.

Hersteller-Pflichten nach Art. 10 GPSR im PoD-Kontext

Risikobewertung für jedes Produkt

Für jeden Produkttyp, den du auf den Markt bringst, musst du eine Risikobewertung durchführen oder dokumentieren. Bei PoD-Produkten setzt sich diese Bewertung typischerweise zusammen aus:

  • Material-Specs des Basisartikels (T-Shirt-Stoff, Tassen-Keramik, Hoodie-Material) — diese liefern Printful und Printify als Download
  • Druckfarben-Spezifikationen und Zertifizierungen (OEKO-TEX, Reach-Konformität etc.)
  • Warnhinweise für bestimmte Anwendungsfälle (Flammfähigkeit, Allergiehinweise bei Materialien)

Technische Dokumentation: Sie enthält die vollständige Produktbeschreibung, die verwendeten Materialien, die Risikobewertung, Nachweise über angewandte Sicherheitsstandards und alle Konformitätserklärungen. Aufbewahrungspflicht: mindestens 10 Jahre.

Produktkennzeichnung: Dein Name, deine Marke und deine Kontaktadresse in der EU müssen am Produkt oder auf der Verpackung erkennbar sein. Bei kleinen Produkten kann ein QR-Code auf eine Webseite mit deinen Kontaktdaten ausreichen.

Meldepflichten: Erkennst du, dass ein Produkt unsicher ist, musst du unverzüglich den Verkauf stoppen und die zuständige Marktüberwachungsbehörde über das EU-Safety-Gate-Portal informieren.

Wenn du nur Designs anderer resellst

Wer fertige Motive anderer Anbieter weiterverkauft, nimmt die Händler-Rolle nach Art. 12 GPSR ein. Die Pflichten sind geringer: Sicherstellen, dass der Hersteller GPSR-konform ist, und die Art. 19-Informationen vollständig in eigene Listings übernehmen.

Plattform-Breakdown: Was übernehmen Printful, Printify, Amazon & Co.?

Die großen PoD-Plattformen bieten GPSR-Compliance-Unterstützung in unterschiedlichem Umfang. Hier ist ein klarer Überblick:

Plattform-Vergleich: GPSR-Pflichten bei Printful, Printify, Amazon Merch, Etsy und eigenem Shop

Printful

Printful handelt als EU-Bevollmächtigter im Sinne der GPSR für alle Produkte, die Printful selbst herstellt und fulfillment-seitig abwickelt. Die offiziellen Kontaktdaten für deine EU-Listings:

SINDEN VENTURES LIMITED Markou Evgenikou 11 Mesa Geitonia 4002 Limassol, Zypern

Diese Angaben trägst du in jede Produktbeschreibung ein, die EU-Kunden zu sehen bekommen. Printful stellt dazu Risikobewertungen, Materialzertifikate und technische Unterlagen für die Basisprodukte bereit.

Was Printful nicht übernimmt: Abmahnschutz, Konformitätserklärungen für deine eigenen Designelemente oder die Pflicht, die EU-Kontaktdaten korrekt in deinen Shop einzutragen — das liegt bei dir.

Printify

Printify verfolgt ein ähnliches System, mit einem wichtigen Unterschied: Das Printify-Netzwerk umfasst mehrere Druckerei-Partner weltweit. Die EU-Vertreter-Daten variieren je nach Fulfillment-Partner. Du musst sicherstellen, dass du die richtigen EU-Kontaktdaten für den konkreten Fulfillment-Partner verwendest, der dein Produkt herstellt.

Amazon Merch on Demand und KDP

Für Produkte, die Amazon selbst über Merch on Demand fulfillment-seitig abwickelt, übernimmt Amazon weitgehend die Rolle des EU-Verantwortlichen. Wenn du ausschließlich über Merch on Demand oder KDP verkaufst, sind deine GPSR-Pflichten minimal.

Achtung bei FBA: Wenn du eigene Produkte über Fulfillment by Amazon versendest, trägst du als Importeur die volle Verantwortung. Mehr dazu erklärt unser Artikel GPSR auf Amazon.

Etsy mit PoD-Integration

Etsy hat kein eigenes GPSR-Compliance-System. Auch wenn du über Printify oder Printful an Etsy-Kunden lieferst, bist du als Etsy-Verkäufer für alle EU-Listings verantwortlich. Du musst EU-Vertreter-Kontaktdaten, Materialhinweise und Sicherheitswarnungen manuell in jede Etsy-Produktbeschreibung eintragen.

Unseren ausführlichen Leitfaden für Etsy-Verkäufer findest du im Artikel GPSR auf Etsy.

Eigener Shopify-Shop

Shopify selbst übernimmt keine GPSR-Pflichten. Als Betreiber eines eigenen Shopify-Shops trägst du die volle Verantwortung. Wie du GPSR-Pflichtangaben technisch einrichtest, erklärt unser Artikel GPSR auf Shopify einrichten.

Schritt-für-Schritt: GPSR-Checkliste für Dropshipping-Händler

Die folgende Checkliste zeigt die 7 Schritte zur GPSR-Konformität für klassisches Dropshipping:

GPSR-Checkliste Dropshipping in 7 Schritten

Schritt 1: Eigene Rolle bestimmen Analysiere für jedes Produkt im Sortiment: Kommt die Ware aus einem Drittland und wird direkt an EU-Kunden versandt? Dann bist du Importeur.

Schritt 2: Lieferanten-Analyse Prüfe für jeden Lieferanten: Hat er eine EU-Niederlassung oder einen EU-Bevollmächtigten? Kann er eine technische Dokumentation vorweisen? Sind CE-Kennzeichnungen vorhanden?

Schritt 3: EU-Bevollmächtigten-Situation klären Drei Wege: (a) Lieferant benennt selbst einen EU-Bevollmächtigten. (b) Du beauftragst einen Dienstleister mit schriftlicher Zustimmung des Herstellers. (c) Produkt aus dem Sortiment nehmen.

Schritt 4: Produktlistings aktualisieren Für jedes EU-sichtbare Listing ergänzen: Name und vollständige Postanschrift des Herstellers, EU-Kontaktstelle, Produktidentifikation, Sicherheitswarnungen auf Deutsch.

Schritt 5: Dokumentationsarchiv aufbauen Lieferanten-Zertifikate, Testergebnisse, Konformitätserklärungen, eigene Risikobewertung. Aufbewahrungsfrist: mindestens 10 Jahre.

Schritt 6: Safety Gate registrieren Registriere dich beim EU-Marktüberwachungsportal safetygateportal.eu. Im Ernstfall musst du sicherheitskritische Produkte dort melden können.

Schritt 7: Regelmäßige Prüfung einplanen GPSR-Compliance ist kein einmaliges Projekt. Lieferantenwechsel, neue Produkte, geänderte Standards — prüfe mindestens quartalsweise.

Schritt-für-Schritt: GPSR-Checkliste für Print-on-Demand-Anbieter

Schritt 1: Rolle bestimmen Erstellst du eigene Designs und vertreibst sie unter deinem Namen? Du bist Hersteller. Resellst du Designs anderer ohne eigene Gestaltung? Du bist Händler.

Schritt 2: PoD-Plattform prüfen Welche EU-Vertreter-Kontaktdaten stellt deine Plattform bereit?

  • Printful: SINDEN VENTURES LIMITED, Limassol, Zypern
  • Printify: je nach Fulfillment-Partner (im Help Center nachschauen)
  • Amazon Merch: Amazon trägt die Verantwortung (kein Handlungsbedarf)

Schritt 3: EU-Kontaktdaten in alle Listings eintragen Shopify-Shop: Via Metafeld oder Produktbeschreibung. Etsy: Manuell in jede Listing-Beschreibung. Amazon Merch: Weitgehend abgedeckt, trotzdem prüfen.

Schritt 4: Technische Dokumentation herunterladen und sichern Von Printful oder Printify für jeden Produkt-Typ herunterladen: Material-Datenblätter, Zertifikate (OEKO-TEX, Reach-Konformität), Druckfarben-Spezifikationen.

Schritt 5: Eigene Hersteller-Daten ergänzen Dein Firmenname und deine EU-Kontaktadresse müssen im Listing und nach Möglichkeit am Produkt selbst sichtbar sein. Wenn du außerhalb der EU ansässig bist: EU-Bevollmächtigten benennen.

Schritt 6: Warnhinweise und Materialangaben vollständig angeben Kleinteile für Kinder? Spezifische Materialien mit Hinweispflichten? Diese Informationen gehören ins Listing.

Schritt 7: Dokumentation 10 Jahre aufbewahren Alle Unterlagen zu einem Produkt-Typ gebündelt aufbewahren.

Häufige Fehler und Abmahnrisiken

Das Thema GPSR ist seit 2024 aktiv im Fokus von Abmahnvereinen und spezialisierten Anwaltskanzleien.

Fehler 1: “Der Lieferant aus China hat das schon geregelt” Als Importeur bist du selbst verantwortlich, nicht der Lieferant. Ohne eigene Dokumentation bist du im Streitfall ungeschützt.

Fehler 2: Printful-Daten nur auf der Impressumsseite, nicht im Produktlisting Art. 19 GPSR verlangt ausdrücklich, dass die Informationen beim oder im Produktangebot erscheinen. Eine separate “GPSR-Compliance”-Seite erfüllt diese Anforderung nicht.

Fehler 3: Einheitliche Phantasie-Produktnummer für alle Artikel Eine Art. 19-konforme Produktidentifikation muss das konkrete Produkt eindeutig identifizieren. Eine generische Artikelnummer, die für alle Produkte gleich ist, reicht nicht.

Fehler 4: Keine Risikobewertungsdokumentation bei PoD-Eigendesigns Als Hersteller brauchst du eine nachweisbare Risikobewertung. Material-Specs von Printful reichen als Grundlage, müssen aber zu einer vollständigen Bewertung zusammengeführt werden.

Fehler 5: Kein EU-Bevollmächtigter trotz Nicht-EU-Hersteller Besonders verbreitet im AliExpress-Dropshipping. Wettbewerber und Verbraucherschutzverbände prüfen systematisch auf fehlende EU-Kontaktstellen.

Fehler 6: Einmalige Einrichtung ohne Wartung Wenn du neue Produkte aufnimmst oder Lieferanten wechselst, muss dein Shop mitziehen. Ein jährlicher Compliance-Check ist Mindeststandard.

Was zu tun ist, wenn du eine Abmahnung erhältst, erklärt unser Artikel GPSR Abmahnung: Sofort-Hilfe.

Fazit

Die GPSR ist für Dropshipping- und Print-on-Demand-Händler kein unlösbares Problem, aber sie ist kein Thema, das sich von selbst regelt.

Das Wichtigste ist das Verständnis der eigenen Rolle in der Lieferkette: Als Importeur (klassisches Dropshipping aus China) trägst du mehr Verantwortung als als Händler. Als PoD-Hersteller mit eigenem Design trägst du Hersteller-Pflichten, die über einfache Listing-Ergänzungen hinausgehen.

Plattformen wie Printful und Printify liefern wertvolle Grundlagen: EU-Vertreter-Kontaktdaten, Material-Zertifikate und technische Dokumentation. Aber die finale Verantwortung liegt immer beim Shopbetreiber.

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GP

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Unser Redaktionsteam verfolgt die GPSR-Rechtslage in der DACH-Region und übersetzt sie in umsetzbare Schritte für Shopify-Händler.

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